Anders als manchmal behauptet gab es zum 1. Januar 2026 keine Erhöhung: Die Regelsätze in Bürgergeld und Sozialhilfe bleiben auf dem Stand von 2024 und 2025. Alleinstehende erhalten weiterhin 563 Euro im Monat.
Die Regelbedarfe 2026 im Überblick
| Personenkreis | 2025 | 2026 |
|---|---|---|
| Alleinstehende / Alleinerziehende (Stufe 1) | 563 € | 563 € |
| Paare, je Partner (Stufe 2) | 506 € | 506 € |
| Jugendliche 14 bis 17 Jahre (Stufe 4) | 471 € | 471 € |
| Kinder 6 bis 13 Jahre (Stufe 5) | 390 € | 390 € |
| Kinder 0 bis 5 Jahre (Stufe 6) | 357 € | 357 € |
Quelle: Bundesregierung, Stand Oktober 2026. Warum keine Erhöhung? Die gesetzliche Fortschreibung hätte rechnerisch einen niedrigeren Betrag ergeben, der Besitzschutz verhindert aber eine Kürzung.
Was ist davon für Essen vorgesehen?
In der statistischen Aufteilung des Regelsatzes entfallen auf Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke rund 195 Euro im Monat (etwa 35 Prozent). Das sind rechnerisch etwa 45 Euro pro Woche oder 6,40 Euro pro Tag. Wichtig: Der Regelsatz ist eine Pauschale. Wie du das Geld einsetzt, entscheidest du selbst, und die Aufteilung ist keine verbindliche Vorgabe.
So planst du mit rund 45 Euro pro Woche
- Wochenplan erstellen und mit Einkaufsliste einkaufen: Unsere Wochenpläne von 30 bis 60 Euro helfen dabei.
- Grundpreise vergleichen und Eigenmarken nutzen: Discounter-Vergleich.
- Saisonal kaufen: Saisonkalender.
- Reste verwerten und Vorräte nutzen: Resteverwertung, Vorratshaltung.
- Günstige Rezepte mit Kosten pro Portion als Grundlage.
Neuer Name: Grundsicherung
Der Bundesrat hat die Reform am 23. Juni 2026 gebilligt, das Bürgergeld wird größtenteils ab dem 1. Juli 2026 durch die neue Grundsicherung ersetzt. Die Höhe der Regelsätze ändert sich dadurch nicht, verschärft werden vor allem Mitwirkungspflichten und Sanktionen. Für 2027 hat das Arbeitsministerium eine gesetzliche Neuermittlung der Regelbedarfe angekündigt, eine automatische Fortschreibung gibt es dann nicht.
Dieser Beitrag ersetzt keine Sozialberatung. Verbindliche Auskünfte erteilen Jobcenter und Beratungsstellen.
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